Arbeitstext zur Überprüfung. Fakten aus öffentlichen Quellen, die Liste steht am Ende der Seite.
Bahn 1: Eine Siedlung zwischen Meer und See
Mielno wird erstmals im 13. Jahrhundert in Urkunden erwähnt, die Gemeinde nennt das Jahr 1266. Es war ein Fischerdorf zwischen Ostsee und Jamno-See, der früher eine flache Meeresbucht war. Das nahe Unieście diente damals als Hafen von Koszalin.
Bahn 2: Die Kirche auf dem Hügel
In Mielno steht die gotische Kirche der Verklärung des Herrn aus dem 15. Jahrhundert. Der Hügel, auf dem sie steht, war wahrscheinlich eine heidnische Kultstätte, denn dort wurden Urnen mit Asche gefunden, doch das ist eine Hypothese und keine Gewissheit.
Bahn 3: Zwei Adelsgeschlechter
Im Jahr 1333 verkaufte der Gutsbesitzer Henning Schlieffen Mielno an Herman Damitz. Das Geschlecht der Damitz herrschte bis 1776 über das Dorf, dann übernahmen Gläubiger das Gut. 1804 kaufte es die Familie Schmeling.
Bahn 4: Die ersten Sommergäste
Um 1830 kamen die ersten Sommergäste nach Mielno. In den 1820er und 1830er Jahren waren Mielno und das benachbarte Unieście kleine Badeorte, und Mitte des Jahrhunderts nahm die Entwicklung beider Orte zu Kurorten Fahrt auf.
Bahn 5: Baden im Wechsel
Im Jahr 1873 nutzten bereits mehr als tausend Menschen die Badestellen von Unieście, Mielno, Chłopy und Sarbinowo. Bis 1881 war gemeinsames Baden von Frauen und Männern verboten, deshalb hatte jedes Geschlecht eigene Badezeiten.
Bahn 6: Ein Kanal zum Meer
Der Jamno-Kanal in Unieście, der den Jamno-See mit dem Meer verbindet, wurde nach den meisten Quellen 1890 gegraben. Anlass war ein Sturm, der den natürlichen Durchgang in der Nehrung mit Sand zuschüttete und die Schifffahrt unterbrach. Heute hat der Kanal Sturmtore und dient nicht der Schifffahrt.
Bahn 7: Der Zug nach Mielno
Im August 1905 wurde die Lokalbahn von Güdenhagen nach Mielno eröffnet. In diesem Jahr hatte das Dorf 416 Einwohner, 1925 waren es 756 und 1939 dann 981.
Bahn 8: Die Bahn ans Meer
Die elektrische Straßenbahn Kösliner Stadt- und Strandbahn erreichte Mielno am 1. Juli 1913 und am 13. Juli Unieście, das damals Nest hieß. Die Fahrt vom Bahnhof in Koszalin dauerte etwa 50 Minuten, im Sommer fuhren zusätzlich Sommerwagen. Die Pixel-Bahn in unserem Logo ist einem Wagen dieser Linie nachempfunden.
Bahn 9: Der Stützpunkt in Unieście
1935 begann in Unieście der Bau eines Marineflieger-Stützpunkts. Reste davon sind bis heute erhalten.
Bahn 10: Die letzte Fahrt
Am 30. September 1938 endete der Betrieb der Strandbahn, Busse ersetzten die Straßenbahnen. Schon am 1. Februar 1937 hatten Busse auch die städtischen Straßenbahnen in Koszalin abgelöst.
Bahn 11: Nach dem Krieg
Nach dem Krieg war Mielno fast menschenleer, und die ersten Urlauber kamen schon 1946. Der polnische Name Mielno wurde 1947 amtlich eingeführt. Die Entwicklung des Kurorts nahm in den 1970er Jahren Fahrt auf, als viele Beherbergungsbetriebe gebaut wurden.
Bahn 12: Die jüngste Stadt
Am 1. Januar 2017 erhielt Mielno zusammen mit Unieście das Stadtrecht und wurde zur jüngsten Stadt der Woiwodschaft Westpommern.
Quellen
Gmina Mielno, zarys historyczny
Historia Mielna (mielno.com.pl)
Kösliner Stadt- und Strandbahn (Wikipedia, DE)
Mielno / Groß Möllen (Wikipedia, DE)
Jamieński Nurt (Wikipedia, PL)
